Wieder stand Kamerad Alberich aus der polnischen Community Pate für die Entscheidung, mich an dieser Kampagne zu probieren.
Auch hier handelt es sich (wie bei der D36) um eine No-Autorefit-Kampagne. Es gilt also die Einheiten wie Porzellan zu behandeln und trotzdem zum Erfolg zu kommen.
Der Name verrät es: Die Kampagne ist eine moderne Version des Pazifikkrieges auf der Seite Japans. Aktuell stehe ich noch mitten im Gefecht und kann keine abschließende Beurteilung geben. Die Szenarien finden überwiegend auf bekannten Karten statt und sind alle trickreich. Auf den ersten Blick ist man oft ratlos. Die Freude ist aber dann um so größer, wenn man eine funktionierende Lösung gefunden hat und dabei unter dem Rundenlimit für einen Glorreichen Sieg bleiben kann. Prototypen sind übrigens Mangelware. Dafür hat der Designer einige Trigger-Hex eingebaut, auf denen man entweder Einheiten geschenkt bekommt oder die erobernde Einheit mit einem Anführer belohnt wird. Das freut den Spieler .
Zitat von Rayydar im Beitrag #2SSI’s Peoples General habe ich damals im Tankozän auch ein paar Wochen gespielt. War schon seeehr anders als das gute alte PG3, m.a.W.: neumodischer Kram. Und überhaupt war ja früher mehr Lametta!
Ich spielte Peoples General nie und kann deshalb nicht mitreden.
Jetzt sind die Kampagnen aber gemeinsam auf Open General konvertiert und danach modifiziert worden. Die vorher vermutlich bestehenden Unterschiede wie Benutzeroberfläche, Grafik und die militärische Ausrüstung und deren Handhabung sind jetzt einheitlich und daher fällt der Umgewöhnungsprozess leichter.
Der gravierende Unterschied des modernen Krieges zu einer herkömmlichen 2. Weltkrieg-Kampagne besteht hauptsächlich in der Leistungsfähigkeit der Einheiten. Dabei spielen sehr teure Spezialeinheiten der Infanterie eine herausragende und spielentscheidende Rolle. Neben vielen (ungenutzten) Fähigkeiten stechen der Helo-Transport (Helikopterflug mit Phasenbewegung) und X (steht für Exploit success = nach erfolgreichem Angriff kann sich die Einheit weiter bewegen / fliegen) im Vordergrund. Wenn man die Funktion verstanden hat, dann lassen sich damit ganz erstaunliche Ergebnisse erzielen. Voraussetzung dafür jedoch ist, dass man das Gefecht der verbundenen Waffen beherrscht.
Zum Ende des Jahres habe ich mich vom polnischen Mitspieler "Alberich" inspirieren lassen und bin zu dem für mich völlig neuem Efile_GUS_PEG (SSI: Peoples General) gewechselt.
Alle Kampagnen beschäftigen sich mit realen oder fiktiven Konflikten nach dem 2. Weltkrieg. Einige der Hauptdesigner sind mir aus Foren einschlägig bekannt: Robert Mary, Michael Novak, Duke Falcon. Jedoch habe ich bisher nie etwas von ihnen gespielt und keine Vorstellung davon, ob es eher ein leichtes Spiel oder die harte Schiene wird.
Die Kampagne selbst stammt von SSI und wurde von Robert Mary bearbeitet. Die Einheiten sind hochpreisig und es gibt keine automatische Auffüllung der Stärke nach jedem Szenario. Das hat mich veranlasst zunächst mit 100% Prestige zu spielen und damit die Möglichkeit des finanziellen Scheiterns zu minimieren.
Ich bin ja mit einigen speziellen Eigenschaften der Einheiten bereits durch die Delta-Force-Kampagne bekannt und kann sie hier leidlich nutzen. Die Schwierigkeiten bestehen hauptsächlich in folgenden Punkten:
1. Raketenartillerie - schießt mit verheerender Wirkung über die gesamte Karte. Sollte unbedingt innerhalb des 1. Zug eliminiert werden oder eigene Einheiten müssen aus der Sichtweite des Feindes gebracht werden. 2. Weitreichende Luftabwehr - wie Punkt 1. Verhindert im Prinzip den Einsatz von Kampfhubschraubern, Bombern und Jägern. 3. Die Probleme aus 1 und 2 müssen möglichst verlustfrei erkennt und anschließend die Stellungen des Gegners erkundet / sichtbar gemacht werden, damit sie von der eigenen Raketenartillerie oder mechanisierter Artillerie bekämpft werden können. 4. Einige Artillerieeinheiten des Gegners verfügen über die Eigenschaft "Counter Battery Fire". Auch deren Bekämpfung ist vordringlich, weil sie mein eigenes Artilleriefeuer (egal auf welche Einheit ich schieße) erwidern und meine Geschütze beschädigen, wenn sie in Schussreichweite sind. 5. Aufrüstung der Panzer - der M1A2A Abrams ist der einzigste US-Panzer mit Reichweite 3. Die Aufrüstung auf dieses Model ist dringend notwendig, damit unnötige Verluste bei Angriffen vermieden werden können. Gegnerische Einheiten verfügen nur über Reichweite 2 und können nicht zurückschießen. 6. Lufteinheiten - die Gefahr durch Hubschrauber. Die KI setzt sie gekonnt zur Aufklärung des Gegners ein, weil sie Phasenbewegung und Sichtweite 4 haben. Deshalb müssen auch diese Einheiten rechtzeitig erkannt und durch Luftabwehr (MIM-104D Patriot) ausgeschaltet werden. Geschieht dies nicht, wird der gegnerischen Raketenartillerie Gelegenheit für ihr zerstörerisches Treiben gegeben. 7. Fehlende Flugplätze bei Beginn des Szenarios. Eine ganz wichtige Einheit in dieser Kampagne ist der Harrier GR.9. Er taugt nur bedingt im Luftkampf. Hubschrauber können verlustfrei abgeschossen werden, aber bei jeglichem Kontakt mit Jagdflugzeugen lässt er massiv Federn. Sein großer Vorteil: Phasenbewegung und gute Sicht. Das macht ihn im ersten Spielzug zur wichtigsten Aufklärungseinheit in Bezug auf die Punkte 1 bis 3. Fehlt der Flugplatz, dann ist dieser Vorteil verloren. Deshalb braucht es in manchen Szenarien einen Brückenpionier mit Schnellbau-Anhang. Dieser baut einen Flugplatz innerhalb einer Runde für 20 Prestige (BER lässt grüßen).
Es ist also gut zu sehen, dass sich der Ausgang eines Szenarios bereits in der ersten Runde entscheiden kann. Es bleibt nicht aus, dass man mehrfach neu startet und mit differenzierter Aufstellung beginnen muss.
Nach vielen Weltkriegskampagnen ist dies wieder einmal eine schöne Abwechslung. Man muss viel überlegen um zum erfolgreichen Kampfablauf zu kommen. Definitiv kein Blitzkrieg. https://forum.opengeneral.pl/index.php/topic,3573.0.html
Mein Enthusiasmus war schnell wieder verflogen. Für das polnische Forum habe ich in der Zwischenzeit zwei weitere Kampagnen beendet und drei Neue angefangen. Aber gestern hat mich mein schlechtes Gewissen eingeholt und in einer "Hau-Ruck-Aktion" beendete ich die Kampagne.
Das Kaiser General E-File hat sich damit für mich spielerisch erledigt. Zu viele Restriktionen, insbesondere die Malus-Regel bei der Verwendung von "Anhängen" zur Verbesserung der Kampf- oder Bewegungswerte, verderben den Spielspaß. Die Entwicklung der Flugwesens verläuft einseitig. Nur die Angriffswerte erhöhen sich moderat, die Initiative zum Teil utopisch (bis 20), aber der Treibstoffvorrat bleibt über alle Jahre und alle Typen gleichbleibend bei 40 - das ist Unsinn und bedarf m.E. einer sinnvollen Abstufung zwischen den Typen und einer kontinuierlichen Erhöhung. Leider werde ich das wohl nicht mehr erleben, denn alle Entwickler des E-File haben sich in den Ruhestand begeben und die Homepage von Kaiser General for OG ist abgemeldet.
Ich melde mich zurück vom asiatischen Kriegsschauplatz. Es ist wieder mal Zeit für eine deutsche Kampagne. Ich greife zu einem militärischen Schwergewicht - der 1. SS-Panzerdivision "LSSAH".
Der Referenzpunkt im polnischen Forum ist Marschall Hansen, der diese Kampagne 2022 spielte und einen AAR veröffentlichte: https://forum.opengeneral.pl/index.php/topic,3311.0.html Seine Prestigeeinstellung war 100% und entspricht meinem ersten Versuch. Jedoch bevorzugt er einen völlig anderen Spielstil. So kann man regelmäßig erwarten, dass er über einen Aufklärer mit Befreier-Anführer verfügt, um sich möglichst schnell seine Wunscheinheiten nach historischem Vorbild (Zusammensetzung einer Division) zu kaufen. Dafür verkauft er jeden Prototyp und interessiert sich nicht für die Prestigekappe. Außerdem verpulvert er sein Prestige in Überstärke. Abweichend von den Spielregeln hat er sich auch die Luftwaffe freigeschalten und zwei Jagdflugzeuge und einen Bomber gekauft. Offiziell ist nur der Fi 156 als Bomber (Aufklärer) kaufbar, später die Ju87-B.
Eine weitere Kampagne mit dem Gustlik-Efile, veröffentlicht im polnischen Forum. Nach drei japanischen Kampagnen habe ich die Seite gewechselt.
"Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs gab es nur die 1. Marinebrigade, die bei Kriegsausbruch in die 1. Division umgewandelt wurde, die vom Veteranen der vorangegangenen Schlachten, General Alexander Vandergritt, befehligt wurde. Die Division als taktische Einheit nahm an den Kämpfen um Guadalcanal teil, die mit der Landung der 1. Division im August 1942 begannen, bis Anfang Februar 1943 andauerten und mit dem ersten amerikanischen Sieg im Zweiten Weltkrieg endeten. Mit der Bildung neuer Divisionen übernahm das Marine Corps die Führungsrolle auf den Pazifikinseln und nahm an allen größeren Invasionsoperationen wie der Landung auf Tarawa, Peleliu oder Iwo Jima teil, mit dem Höhepunkt der Eroberung von Okinawa im Jahr 1945. Die Marines waren nicht am europäischen Kriegsschauplatz vertreten und nahmen auch nicht an den Landungsoperationen dort teil, wie beispielsweise der Landung in der Normandie. Obwohl das Marine Corps nur 5 % der an allen Fronten eingesetzten US-Streitkräfte ausmachte, erlitt es 10 % aller Verluste des US-Militärs.
Diese Kampagne beschreibt die Geschichte der Kämpfe der ersten unter den ersten oder 1. Division Maines. Sie müssen Entschlossenheit zeigen und wie unsere Helden kämpfen.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)"
Die Kampagne ist mit 10 Szenarien sehr kurz, war innerhalb einer Woche gespielt und gleicht in seiner Gesamtheit einem "Kammerspiel". Die ersten sechs Szenarien finden z. B. auf zwei sich sehr ähnelnden Karten statt, in denen lediglich die Ausgangssituation variiert. Es gibt eine Prestigekappe und der Spieler tut gut daran sein erspieltes Prestige in Upgrades der Kerneinheiten zu investieren und nur wenige wichtige Einheiten zusätzlich zu erwerben. Vor dem letzten Szenario, wo es am Ende nicht mehr auf die Prestigekappe ankommt, habe ich einen Teil meiner Kerneinheiten verkauft und danach das erhaltene Prestige in aktuellere Modelle investiert. Begründung: Meine Kerneinheiten haben in den zurückliegenden neun Szenarien weniger Erfahrung gesammelt, als neue Einheiten im Szenario 10 verfügen.
Ich hänge mit der Veröffentlichung meiner gespielten Kampagnen erheblich hinterher. Daher ist meine Erinnerung auch an diese Kampagne gering.
Auffällig war der merkwürdige Verlauf. Zu Beginn nur eine nutzbare Einheit, begrenzte Kauf- und Aufstellungsmöglichkeiten, keine Prototypen und eine sehr niedrige Prestigekappe. Nach 20 Szenarien ist dann auch schon Schluss. Insgesamt ist ein zwiespaltiger Eindruck geblieben.
Ich spielte sie erstmalig bereits vor langer Zeit mit 100% Prestige. Im Februar 2025 stellte ich fest, dass seit der Gründung des neuen Open General Forum in 2019 kein Spieler diese Kampagne wieder angefasst hat und deshalb im Forum kein AAR für Interessierte vorliegt. Deshalb habe ich mich entschlossen diese Lücke zu füllen.
Das Kaiser General E-File ist bei mir nicht sehr beliebt. Die Szenarien sind zäh wie der Schlamm an der Westfront und lang wie die Schlacht von Verdun. Flugzeuge haben einen stark eingeschränkten Treibstoffvorrat und stürzen ab, wenn man sie nicht rechtzeitig betankt. Speziell bei Jagdflugzeugen ist oft nur ein Angriff möglich, dann ist Rückflug befohlen. Sind die Ziele zu weit entfernt, dann ist kein Einsatz möglich oder man plant einen Kamikaze-Flug. Die ersten Panzer haben 3 Bewegung und weniger als 20 Treibstoff - sicher realistisch, aber für einen Blitzkrieger eine Katastrophe.
Diese und einige andere Dinge führten dazu, dass ich im Mai 2025 erst einmal die Kämpfe ruhen ließ und mich im polnischen Forum drei japanischen Kampagnen mit insgesamt ca. 90 Szenarien widmete. Die erste wird dort gerade von mir veröffentlicht und ist hier im Forum verlinkt. Nachdem ich dem japanischen Kaiser erfolgreich gedient habe, wende ich mich jetzt wieder dem deutschen Kaiser zu und versuche die Kampagne in der nächsten Zeit zu beenden.
Ein weiteres interessantes Museum befindet sich leider in fast unerreichbarer Entfernung - das Australian Armour and Artillery Museum in Cairns (Queensland/Australien). https://www.ausarmour.com/
Darauf aufmerksam geworden bin ich durch deren YT-Kanal, in dem sie u.a. die liebevolle und professionelle Restauration deutscher Qualitätsprodukte aus dem 2. Weltkrieg dokumentieren. https://www.youtube.com/@ausarmour Aktuell versuchen die Mechaniker einem KV-1S wieder Gestalt zu geben.
In der zweiten Jahreshälfte 2025 widme ich mich einigen japanischen Kampagnen. Diese sind besonders durch eine Vielzahl von kombinierten See-Luftschlachten und vielen Landungsszenarien (die ich eigentlich nicht mag) geprägt. Ein weiteres Merkmal ist der sehr geringe technische Fortschritt, der sich in den kaiserlichen Streitkräften über die gesamte Zeit des Pazifikkrieges vollzieht. Dieses große Manko wird in der vorliegenden Kampagne dadurch ausgeglichen, dass für den fiktiven Spielzeitraum 1945-46 überlegene deutsche Waffentechnik für Upgrades und Kauf zur Verfügung steht, was für den letzten Teil der Kampagne auch bitter nötig ist.
Ich habe mich lange gegen diese japanischen Kampagnen gesträubt, weil sie mir für die polnische Rangliste nicht hilfreich sind. Soweit ich es im Vorfeld einschätzen konnte, musste ich für eine erfolgreiche Bewältigung dieser Aufgaben mindestens auf Prestige-Level 100% spielen. Das schmälert die für die Rangliste maßgebliche Punktzahl. Pro Szenario rechnete ich mit 10 bis 15 Punkten unter meinem aktuellen Durchschnitt. Ganz bitter für mich war auch der Fakt, dass ich normale und taktische Siege akzeptieren musste, die meinen Durchschnitt besonders negativ beeinflussten.
Letztendlich stand aber die Herausforderung im Vordergrund, vor der ich mich nicht drücken wollte. Knapp 50 Szenarien warten ...
In den letzten Wochen ergaben sich Gelegenheiten zum Besuch einiger Luftfahrtmuseen. Inhaltlich decken sie meist den Zeitraum von den Anfängen der Luftfahrt bis etwa 80er Jahre letztes Jahrhundert ab. Neben kleinen und großen Modellen, Originalen und Nachbauten zum anschauen, luden in Wernigerode auch Flugsimulatoren ein. https://www.luftfahrtmuseum-wernigerode.de/
Neues Spiel, neues Glück. Meine Wahl fiel auf eine Kampagne, die ich schon öfter (als CC 18) gespielt habe: Andres Seidels OSTFRONT. Die Prestigeinstellung schraubte ich auf 25% runter, um eine ansprechende Punktzahl für die Wertung in der polnischen Bestenliste zu erhalten. https://forum.opengeneral.pl/index.php/topic,3549.0.html Irgendwie liegt aber meine Erinnerung an die Kampagne weit zurück im Nebel, denn an die einzelnen Szenarien und die verwendeten Karten und gegnerischen Aufstellungen konnte ich mich nicht erinnern. Alles war irgendwie ungewöhnlich fremd und herausfordernd. Dabei ist die Abfolge der einzelnen Szenarien identisch. Lediglich die polnische Variante ist ein Szenario kürzer - das letzte Szenario fehlt hier.
Außerdem gibt es eine Besonderheit: Für alle Kriegsparteien ist die Luftfahrt ausgeschaltet! Damit hat die deutsche Seite besonders in den Blitzkriegsszenarien einen großen Nachteil. Es gibt jedoch einen kleinen Lichtblick - der Kauf eines Fieseler Storch ist möglich. Ich habe lange Zeit darauf verzichtet mir diesen einseitigen Vorteil zu verschaffen. Als ich mich endlich zum Kauf entschlossen hatte war es genau in dem einen Szenario, in dem die Briten auch über einen einzelnen Jäger verfügten. Das war die absolute Ausnahme in der ganzen Kampagne und das Zusammentreffen unglücklicher Umstände, denn mein Storch war nach zwei Runden abgeschossen. Ich startete das Szenario neu ohne einen Storch zu kaufen und habe auch bis zum Ende der Kampagne darauf verzichtet. Der Kauf des Storchs hätte auch in jedem Szenario Kosten verursacht. Zunächst hätte ich mir einen (ansonsten für mich unnützen) Pionier kaufen und den zusätzlich mit dem "Schnellbau-Attachment" ausstatten müssen. Dann hätte der Bau eines Flugplatzes jedes mal weitere 20 Prestigepunkte verschlungen, die ich bei meinem Spiel mit 50% Prestige gern anders investiert hätte. Der Bau von Flugplätzen ist notwendig, weil von allen Karten die Flugplätze entfernt wurden.
Auch das polnische E-File hat einen Ableger der bekannten SSI-Kampagne. Ich spielte zunächst den kürzeren Weg mit BV in Dünkirchen um mir anschließend in Windsor ganz furchtbares Nasenbluten zu holen. Hab dann auch Klin mit BV gespielt und mit den beiden amerikanischen Szenarien geendet. Das war jetzt nicht ganz zufriedenstellend, weshalb ich auf einen Speicherstand von Dünkirchen zurückgriff und den längeren Weg über Afrika genommen habe, wo ich gerade mit meiner Veröffentlichung stehe.
Mit 50% Prestige ist es eine passable Herausforderung:
Das ist die polnische Konvertierung der CC 45, die von Doug Hone für das Adlerkorps Efile entworfen wurde. Ich spielte die CC 45 vor langer Zeit und mit wenig Sachverstand. Jedenfalls bin ich damals mit den Spielregeln (Kauf von vorgegebenen Einheiten nach Art und Anzahl) nicht klargekommen bzw. wollte mich ihnen nicht unterwerfen. Das hatte ich aber nicht mehr in Erinnerung, als ich die polnische Version der Kampagne zu spielen begann. Die Kaufbeschränkungen sind in der H01 entfallen. Dafür ist gegen andere Widrigkeiten zu kämpfen - dem altmodischen Design in Form von mehrfach gestapelten Einheiten auf den Siegfeldern und gelegentlichem partisanenähnlichem Auftauchen von feindlichen Verstärkungen.
"Ich habe fertig" und ganz nebenbei einen neuen Rekord für den Punktedurchschnitt pro gespieltem Szenario aufgestellt - 82! Dieser könnte noch höher liegen, wenn es da nicht ein Szenario gegeben hätte, wo maximal 65 Punkte zu erreichen waren, weil es darum ging, eine bestimmte Anzahl von VH's über das vorgegebene Rundenlimit zu halten.
Abschließend kann ich feststellen, dass ich in der 0%-Variante die schnellstmögliche Eroberung der für den BV notwendigen VH's priorisiert und vermeintliche Nebenkriegsschauplätze ausgeblendet habe. Folglich ging mein Kill-Loss-Ratio von 565/1 (50%) auf 370/2 (0%) erheblich zurück. Damit einhergehend nahmen die Erfahrungswerte erheblich ab. Hatten in der 50%-Variante immerhin 13 Einheiten eine Erfahrung von über 500, so übertrafen in der 0%-Variante nur 2 Einheiten diese Marke. Das spiegelt sich auch an der Anzahl der Anführer wieder - 14 bei 50% und nur 8 bei 0%. Dabei muss man im Hinterkopf behalten, dass es eine Kampagne ohne automatische Reparatur nach jedem Szenario ist und jeder verlorene Stärkepunkt teuer aus der eigenen Tasche bezahlt werden muss. Damit ist klar, dass die Vermeidung unnötiger Kämpfe absolute Priorität hatte.