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Raiders-PG-Forum » Historie und Politik » Historie und Politik » Die USA sind weltweit so gehasst... Sortierung: Alte Beiträge zuerst  
Alsenor
Schreibstubenhengst
Beiträge: 91


14.11.2006 18:41
Die USA sind weltweit so gehasst... Zitat · antworten
dass nach groben Schätzungen mehr als 11 Millionen illegale Einwanderer dieses Land ihrem Geburtsland vorziehen, und die Absicherung der Grenzen gegen diese gesetzeslose Einwanderungsflut zur Zeit eine der wichtigsten innerpolitischen Debatten ist.
Gibt das vielleicht manchen der Haßschreier Muße zu Gedanken?


Scipio
Literaturmajor
Beiträge: 1.812


14.11.2006 20:30
Die USA sind weltweit so gehasst... Zitat · antworten
Hi,
ich glaube, daß eher Präsident Bush als Amerika in der Welt so unbeliebt ist und sich das Bild von Amerika mit dem Ende seiner Amtszeit ändern wird (zumindestes in der westlichen Welt).

Die fanatischen Feinde Amerikas und der Freien Welt dagegen wird man wohl nicht erreichen und sollte es auch gar nicht tun. Ein Kompromiß ist in grundlegenden Fragen (Religionsfreiheit, Menschenrechte, Gleichberechtigung von Mann und Frau) weder erstrebenswert noch möglich. Wenn das endlich auch die stets Verhandlungsbereiten einsehen würden, wäre schon viel gewonnen...

Ansonsten hat Amerika eben noch immer den Ruf, daß Land der Freiheit und der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein, weswegen die USA noch immer die Menschen fasziniert. Schon Goethe sagte: "Amerika, Du hast es besser!"
Inwiefern Sage und Realität übereinstimmen, kann ich nicht beurteilen, aber allein die Zahl der Selfmade-Milliardäre spricht für sich.

Was ich an Amerika bewundere, ist die Tatkraft. Wenn sich die Amerikaner ein Ziel setzen, dann schaffen sie das auch ( meistens jedenfalls ) und zwar durch massive Konzentration der Ressourcen.

Ein Staudamm mitten in der Großen Depression - das machen wir! Und in Rekordzeit stand der Hoover-Staudamm.
Kennedy kündigt an, in 10 Jahren zum Mond zu fliegen. In Europa wäre erstmal eine Kommission mit Vertretern aller gesellschaftlichen Gruppen bestellt worden, um die sozialen Auswirkungen und die Gefahren gründlich zu beleuchten. Und nach 5 Jahren und einem Kompromiß (aka kleinster gemeinsamer Nenner), wäre ein Vorschlag an die Regierung unterbreitet worden. Die Amerikaner dagegen setzen ihr Ziel dagegen einfach um!
Unvergessen wird mir folgende Anekdote von Andre Kostolany bleiben, der während des 2.WK in den USA war und sich dort eine Hose schneidern lassen wollte: Der Schneider hatte gesetzliche Vorgaben, welche stoffverbrauchenden Extras verboten waren. M.a.W.: selbst wenn die Ressourcen für Extras zweifelsohne vorhanden waren, konzentriert sich Amerika auf das Wesentliche.

Und ja: ich liebe das Hollywood-Kino der Reagan-Ära, das vollkommen hemmungslos den Sieg des guten über das böse (vor allem den Kommunismus) propagiert.

Und ich glaube, daß aus ähnlichen Gründen die USA im wesentlichen noch immer einen guten Ruf haben.

Die 11 Millionen Einwanderer dürften aber wohl auch damit zusammenhängen, daß die USA das einzige reiche Land sind, das mit dem Ärmeren Lateinamerika eine gemeinsame Grenze hat.

Gruß
Scipio

P.S. für alle Amerika Gegner: ja, ich weiß, daß auch in den USA längst nicht alles perfekt ist.

P.P.S. Jetzt gucke ich, wie Amerika in Independence Day die Welt rettet.


Rayydar
Generalspammarschall
Beiträge: 11.789


14.11.2006 22:44
Die USA sind weltweit so gehasst... Zitat · antworten

Quote:
ich glaube, daß eher Präsident Bush als Amerika in der Welt so unbeliebt ist und sich das Bild von Amerika mit dem Ende seiner Amtszeit ändern wird (zumindestes in der westlichen Welt).

Auch wenn ich dir ansonsten zustimme, Scipio, fürchte ich doch, dass du hier falsch liegst.

Bush ist m.E. nur eine willkommene Zielscheibe für die europäischen USA-Hasser. Aber der Anti-Amerikanismus treibt hier schon seit 1968 seine Blüten und wurde stetig größer - kein Wunder, denn viele "68er" sind bekanntlich Lehrer oder Journalisten und damit Meinungsmultiplikatoren geworden.

Übrigens habe ich vor ein paar Tagen gelesen, dass die US-Demokraten (also "die Guten" ) im Falle eines Sieges bei den nächsten Präsidentschaftswahlen die Europäer zu mehr Beteiligung an Auslandeinsätzen wie Enduring Freedom drängen werden.
Na, das Geschrei hier kann ich mir vorstellen!


Scipio
Literaturmajor
Beiträge: 1.812


14.11.2006 23:30
Die USA sind weltweit so gehasst... Zitat · antworten

Quote:
Auch wenn ich dir ansonsten zustimme, Scipio, fürchte ich doch, dass du hier falsch liegst.



Hi Rayy,
andererseits mußt Du zugeben, daß Amerika unter Clintons Ägide weitaus beliebter war und die Berichterstattung weitaus positiver war.
Die Meinungsmacher sind ja mit Sicherheit in den letzten 6 Jahren nicht derart ausgetauscht worden, daß es vorher keine und jetzt nur noch 68er gibt.

Oder lag es an der damals generell besseren Laune (New Economy - alles war möglich)?

Gruß
Scipio


Rayydar
Generalspammarschall
Beiträge: 11.789


14.11.2006 23:47
Die USA sind weltweit so gehasst... Zitat · antworten
Die USA unter Clinton sind z.B. wg. des Balkaneinsatzes heftigst beschimpft worden. 'Old Europe' hat derweil dem Völkermord tatenlos zugesehen (auch wenn auf dem Papier die NATO eingegriffen hat).

Grundsätzlich stimmt es aber wohl, dass die US-Republikaner den Alt-68er ein größerer Dorn im Auge sind. Demokraten wie Jimmy Carter haben ja auch kaum was gemacht und demzufolge nicht viel Angriffsfläche geboten.

Quote:
Oder lag es an der damals generell besseren Laune (New Economy - alles war möglich)?

Das finde ich gar nicht so abwegig. Die 'wirtschaftlichen Erfolge' der Clinton-Regierung waren übrigens die Früchte der Reaganomics.

Und damit ich endlich mal wieder abschweifen kann:
Wer hat nicht das Bild der 68er mit der Mao-Bibel vor Augen?
Heute im 2DF, 'Die großen Diktatoren':
Mao war der wohl größte Massenmörder der Geschichte. 70 Millionen Chinesen auf dem Gewissen. Welch ein leuchtendes Vorbild!


Gerd
Oberst d. Fernschreiber
Beiträge: 2.760


15.11.2006 12:37
Die USA sind weltweit so gehasst... Zitat · antworten
Gehört hier nicht zum eigentlichen Thema, trotzdem.

Quote:

(...)
Mao war der wohl größte Massenmörder der Geschichte. 70 Millionen Chinesen auf dem Gewissen. Welch ein leuchtendes Vorbild!



Ich möchte fast meinen, das sich Stalin da in unmittelbarer Nähe befindet.
Absolute Zahlen wird man nie haben aber wenn man die Zahlen betrachtet, die heute bei Historikern als gesichert gelten und die Dunkelziffer bemüht .....


Rayydar
Generalspammarschall
Beiträge: 11.789


15.11.2006 13:03
Die USA sind weltweit so gehasst... Zitat · antworten
Bzgl. Stalin habe ich öfter was von "nur" 30 Mio. gelesen. Aber mit der Dunkelziffer hast du natürlich recht. Natürlich gehört auch Hitler zu diesem Triumvirat des Grauens (80 Mio. Tote im 2. WK).

Zum Vorbild für ach so 'progressive' Studenten taugt jedenfalls keiner von denen.


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